Was ist eine unterbringungsähnliche Maßnahme?

Unterbringungsähnliche Maßnahmen gibt es in den verschiedensten Formen. Dies kann ein Bettgitter sein, welches zur Nacht hochgestellt wird und verhindert, dass der Betreute das Bett verlassen kann. Dies kann ein Therapietisch am Rollstuhl sein, durch den der Betreute gehindert wird aufzustehen. Aber auch eine Funkmeldeanlage, die Alarm gibt, wenn der Betreute einen bestimmten Bereich verlässt. Eine unterbringungsähnliche Maßnahme muss durch das Amtsgericht genehmigt werden, wenn folgende Punkte erfüllt sind: Die unterbringungsähnliche Maßnahme wird regelmäßig benötigt (bspw. Bettgitter jede Nacht)
Oder die Maßnahme wird dauerhaft durchgeführt (i.d. R. länger als zwei Tage)

Besteht eine erheblich Gefahr der Verletzung o. ä. kann der Betreuer die Maßnahme anordnen. Er muss jedoch umgehend die Genehmigung bei Gericht einholen und darauf hinweisen, dass die Maßnahme bereits angeordnet wurde. Die Maßnahme darf vom Gericht für bis zu zwei Jahren genehmigt werden.
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